Rentschler Präsentationen auf der BPI West 2016 in Oakland, CA

29. April 2016 Rentschler Präsentationen auf der BPI West 2016 in Oakland, CA

Rentschlers Turbocell™ Plattform und der Einweg versus Edelstahl Entscheidungsprozess

Das jährlich stattfindende BPI West-Meeting fokussiert auf BioProcessing-Themen von der Forschung über die frühe und späte Prozessentwicklung bis hin zur kommerziellen Produktion. Das diesjährige Meeting fand vom 14. bis 17. März in Oakland, CA statt. Rentschler war durch Dr. Dethardt Müller, Senior Director Process Science mit zwei Vorträgen zu frühen Entscheidungspunkten in der Produkt- bzw. Prozessentwicklung rekombinanter Proteine vertreten.
Die erste Präsentation “TurboCell™ - Leveraging lead candidate selection with homogeneous clone pools” beleuchtete den aktuellen Entwicklungsstand von Rentschler’s proprietärer Plattform für Kandidatenscreening und Zelllinienentwicklung. In verschiedenen Fallstudien wurde die Vergleichbarkeit von TurboCell™ Pool- und Klon-Material gezeigt. In allen Fällen ist die Varianz der TurboCell™-Pools im Vergleich zu Pools aus einem klassischen Ansatz signifikant reduziert. Außerdem wurde eine skalierbare TurboCell™ Upstream-Prozess-Plattform mit optimiertem Medium etabliert. Die präsentierten Daten belegen eine ähnliche Performance verschiedener Antikörper. Dabei konnten stabile IgG-Expressionslevels bis zu 3 g/L erreicht werden.
Der zweite Vortrag “The single-use vs. stainless steel decision process - A CDMO perspective” thematisierte die Entscheidung zwischen Einweg- und Edelstahl-Equipment in der biopharmazeutischen Produktion. Die Implementierung von Einwegsystemen reduziert die Kapital-Kosten, doch in manchen Fällen werden die Kapitaleinsparungen durch die anwachsenden operativen Kosten ausgeglichen. Als Entscheidungsgrundlage wurde eine vergleichende Selbstkosten-Analyse für kommerzielle Kampagnen in 2.000 L-Einweg- bzw. 3.000 L-Edelstahl-Bioreaktoren vorgestellt. Außerdem wurden verschiedene Sicherheitsaspekte, wie z.B. die Rolle von Extractables und Leachables, in die Betrachtung einbezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass es keine eindeutige Antwort gibt. Keines der Argumente im Hinblick auf Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und operationaler Effizienz spricht ausschließlich für eines der beiden Systeme. Für die Auswahl einer passenden Variante wurde ein Entscheidungsbaum vorgeschlagen. Dieser berücksichtigt neben Machbarkeit und Risiken auch zukünftige Strategien.

Kontakt:
Rentschler Biopharma SE
Dr. Cora Kaiser
Senior Director Corporate Communication
communications@rentschler-biopharma.com